Be­steuerung von Elektro-Fahr­rädern (E-Bikes), Pedelecs und Dienst-Fahrrädern, die vom Arbeit­geber gestellt werden

Überlässt ein Arbeit­geber seinen Arbeit­nehmern ein E-Bike oder Pedelec, so muss der geld­werte Vorteil als Sach­bezug im Rahmen der Gehalts­abrechnung ver­steuert werden.

Bei der Be­steuerung von gestellten Elektro-Fahr­rädern müssen Sie zwischen

  1. E-Bikes (E-Bikes bieten nur Elektro-Unter­stützung, wenn auch Sie in die Pedale treten. Die Elektro-Unter­stützung gilt maximal bis 25 Km/h.)
  2. Pedelec (Pedelecs fahren dagegen auf Knopf­druck ohne eigenes Treten und sind ab 6 Km/h zulassungs- und führer­schein­pflichtig.) unterschieden.

Be­steuerung des geld­werten Vorteils beim Arbeit­nehmer

Bei E-Bikes sowie bei normalen Fahr­rädern erhöht sich der Arbeits­lohn um 1% der unverbindlichen Preis­empfehlung des Fahrrad­herstellers im Zeitpunkt der An­schaffung inklusive Umsatz­steuer (auf volle 100€ abgerundet).

Fahrten zwischen Wohnung und Arbeits­stätte sind hierbei nicht zusätzlich zu versteuern.

Bei Pedelecs gelten die gleichen steuerlichen Regeln, wie bei der Besteuerung von Firmenwagen: 1%-Regel oder Fahrten­buch­methode

Fahrten zwischen Wohnung und Arbeits­stätte sowie bei doppelter Haushalts­führung sind zusätzlich zu ver­steuern.

Für das Aufladen von E-Bikes und Pedelecs bei der Arbeit auf Kosten des Arbeitgebers ist kein geldwerter Vorteil zu versteuern.

Steuer­liche Folgen von Mitarbeiter-Fahr­rädern beim Arbeit­geber

Der Arbeit­geber ist im Rahmen der Lohn­abrechnung verpflichtet, die Lohn­steuer und Sozial­versicherungs­beiträge anzumelden und abzuführen.

Laufende Kosten für das Firmen­fahrrad (z.B. Reparatur, Kauf von Zubehör) sind grund­sätzlich zu 100% als Betriebs­ausgaben steuer­mindernd abziehbar.

Das Fahrrad wird grundsätzlich über 7 Jahre ab­geschrieben.

Bei E-Bikes kann der Arbeit­geber von einer 100% betrieb­lichen Nutzung ausgehen, so dass ein Investitions­abzugsbetrag sowie die Sonder­abschreibung nach § 7g EStG genutzt werden kann.